Schüleraustausch

Jedes Jahr finden Schüleraustausche zwischen dem Gymnasium Fränkische Schweiz und den Schulen Chantonnays statt. Da es in Chantonnay zwei „collèges“ gibt, wechseln diese sich Jahr für Jahr jeweils ab. Das Collège St. Joseph veranstaltet immer mit dem Lycée Ste. Marie und das Collège Couzinet immer mit dem Lycée Clemenceau zusammen die Schüleraustausche. Die deutschen Teilnehmer kommen aus der 9. Klasse, ihre französischen Austauschpartner aus den Klassen vier bis zwei. Es kommt folglich zu einem gewissen Altersunterschied, da die deutschen Schüler zwischen 14 und 15, die französischen aber zwischen 13 und 16 sind.
Während des mehrtägigen Aufenthalts in der Partnerstadt ist man bei der Familie seines Austauschpartners untergebracht. Mit diesem nimmt man dann am Unterricht und an Ausflügen und Aktivitäten teil.
Beliebte Ziele sind Nürnberg und in Frankreich Les Sables d’Olonne. Außerdem besuchen die Schüler während der Fahrt für einige Stunden Paris.

Die Schüler gewinnen dadurch Erfahrung im Sprechen der anderen Sprache und machen sich mit der neuen Kultur und ihren Gewohnheiten vertraut.

Ein kleiner Bericht über das französische Essen:

"Was es genau zum Frühstück gibt ist natürlich von Familie zu Familie unterschiedlich, aber eine Sache ist absolutes Muss: „le bol“, die große Frühstückstasse, oder vielmehr –schale aus welcher der Franzose seinen Kaffee trinkt (und in den so mancher auch sein Marmeladenbrot taucht). Sonst keine Angst: auch in Frankreich kennt man Marmelade, Nutella und Cornflakes, nur heißen die „céréales“.
Den Essensablauf wiederum sollte man gut im Gedächtnis behalten. Auch wenn man denkt, dass es in Deutschland überall geregelter zugeht, sind gerade die französische Esskultur und ihr striktes Protokoll bemerkenswert. Denn es gibt immer mehrere Gänge, die voneinander getrennt werden und wenn man es nicht weiß, kann es leicht passieren, dass man sich an der Vorspeise satt isst. Der schematische Ablauf ist immer: „entrée – plat principal – fromage - dessert“ (Vorspeise, Hauptspeise, Käse, Nachspeise). Was es dann genau gibt, lässt sich nicht generell sagen, denn die Vielfalt ist überwältigend. Aber auch die Hauptspeise wird strikt unterteilt. Zwei Klöße mit Fleisch, Soße und Gemüse auf einem Teller geht erstmal gar nicht! Der grüne Salat gehört zum Hauptgericht, wird aber getrennt gegessen. Ebenso wird auch oft das Fleisch separat verzehrt, denn gemischt wird für gewöhnlich nicht und wenn man es doch tut, kann es schon passieren, dass man schief angeschaut wird. Unsere Gemüsebeilage ist das Hauptgericht und nicht vergessen: danach geht’s erst richtig los, denn es kommt der Käse. Hat man sich durch die mehreren Gänge gekämpft und schaut zufrieden auf seinen prallen Bauch, kann es einen durchaus überraschen, wenn man vor einer Platte voller verschiedener Käsearten sitzt und wieder am Zugzwang ist. Zum Schluss kommt dann noch der Nachtisch, der alles sein kann: Kuchen, Joghurt, Obst, Schokolade, Apfel-Ei-Omelette, … Aber für gewöhnlich kann man sich mit diesem dann anfreunden. Egal was man isst – zu allem, ausnahmslos, gibt es das gute französische Baguette. In Frankreich dient es eher als Beilage und dient dazu den Teller sauber zu putzen. Im äußersten Notfall, kann man sich aber auch damit durchbeißen.
Wichtig ist noch zu wissen: Kaffeetrinken am Nachmittag gibt es nicht. Den Kuchen hat man ja sowieso schon zum Nachtisch gegessen und wenn man in Frankreich nachmittags oder nach dem Essen einen Kaffee serviert bekommt, heißt das, dass das Essen endgültig vorbei ist."

 

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©2003 Susanne Olbrich